Sonntag, 5. März 2017

Die Wolfsgegner leben in ihrer eigenen Welt. Wissenschaft und Erfahrungswerte interessiert sie nicht.

Noch mehr Fakten zum Thema Wolf:

In den letzten 65 Jahren gab es Europaweit ( das ist eine Fläche von 10.180.000 km² und eine Einwohnerzahl von 743,1 Millionen)
9 Tote durch den Wolf. 5 davon waren Tollwutbedingt.
Nun mal die Zahlen der Toten die durch Jäger verursacht wird:

Es gibt pro Jahr(!) allein in Deutschland (auf einer Fläche von gerade mal 357.376 km² und 80.6 Millionen Einwohnern) ca. 40 Tote und bis zu 800 Verletzte durch Jäger.
Man sollte sich also lieber Gedanken darum machen, von einer "verirrten" Kugel getroffen zu werden, als von einem Wolf angegriffen zu werden.

Die Chance im Lotto zu gewinnen steht bei 1:14 Millionen
Die Chance von einem Wolf tödlich angegriffen zu werden steht bei 1: 53,6 Milliarden.
Die Chance von einem Jäger getötet zu werden steht bei 1:8,8 Millionen.
Die Chance von einem Jäger verletzt zu werden steht sogar bei 1: 100.000

Jetzt die Frage. Was ist gefährlicher?

Jäger oder Wolf?

Donnerstag, 2. März 2017

Ohrfeiger für Wolfsberater Klaus Bullerjahn aus dem Landkreis Uelzen

Das Wolfsbüro stuft den Jungwolf bei Weste LK Uelzen als völlig normal ein.

http://www.nlwkn.niedersachsen.de/aktuelles/pressemitteilungen/sichtung-eines-wolfs-im-landkreis-uelzen-informationen-aus-dem-wolfsbuero-151674.html

Alles andere wäre auch nicht im Entferntesten verständlich gewesen.

Es wird Zeit, dass sich das Umweltministerium von ein paar Wolfsberatern trennt!

Soweit ich informiert bin, stehen einige ehrenamtliche Menschen bereit, die das Monitoring übernehmen würden - allerdings nicht unter der "Führung" der Jägerschaft. Da wird ohnehin der Bock zum Gärtner gemacht, denn diese hat sich ja nun klar gegen den Wolf positioniert. Es ist Zeit für Veränderungen!

Wann setzt das Niedersächsische Umweltministerium endlich diese unsagbaren Selbstdarsteller von Wolfsberatern ab?

Und wieder ein künstlicher Aufreger von den Wölfen aus dem Landkreis Uelzen. Und wieder ist der unsäglich Wolfsberater und Jäger Klaus "Der Cowboy" Bullerjahn beteiligt.

https://www.youtube.com/watch?v=kx_spcrVHKg

Eine Nordic Walkerin läuft eine Kreisstraße bei Weste (Nähe Uelzen) entlang. Ein Trecker kommt ihr entgegen, da sie auf der Straße laufen muss mangels Fuß- bzw Radweg. Der Landwirt und Schafhalter hält mit seinem Smartphone auf den Wolf, der rechts von ihm auf dem Feld läuft. Man sieht, wie er fast diagonal gemütlich in langsamen Trab über ein Feld läuft mit der offensichtlichen Absicht die Straße zu überqueren und in dem an dem dortigen Feld angrenzenden Wald zu verschwinden.

Die Nordic Walkerin ist zwar grob in seiner Laufrichtung allerdings schon viel dichter an dem Trecker dran. Erst als der Landwirt mit hysterischer Stimme versucht, den Wolf zu vertreiben, aber genau das Gegenteil erreicht, weil der Wolf stehen bleibt und schaut, was denn da für ein Rumpelstilzchen sein Unwesen treibt, nimmt der Wolf überhaupt Kenntnis von dem Trecker. Die Nordic Walkerin wird er schon weit vorher gesehen haben, weil sie auf der freien Straßen vom Feld aus gut zu sehen gewesen sein dürfte. Wobei man berücksichtigten muss, dass Wölfe schlecht sehen.

Laut Nachmessung von dem Wolfsberater Bullerjahn sei er etwa 30 m von dem Trecker entfernt gewesen und habe damit eine Grenze unterschritten, denn unter 100 m dürften sie nicht kommen.

Meine Frage an Bullerjahn ist, sollte sich der Wolf in Luft auflösen? Sollte er, nur weil dort jemand auf der Straße lang wandert, flüchten? Wenn ja, wohin? Er war mitten auf dem Feld? Er konnte nicht links abbiegen und den kürzesten Weg zum Wald nehmen, weil da der Trecker war! Wölfe laufen auch nicht in der Entgegengesetzten Richtung weg, sondern sie flüchten, wenn sie flüchten direkt vor dem Verfolger weg. Das kann man (leider) z.b. in den Videos sehen, wo Jäger die Wölfe mit dem Snowmobile zu Tode hetzen und überfahren. Aber auch Wolfsforscher machen das, um sie dann mit einem Betäubungsgewehr zu betäuben. Leider werden auch Wölfe von Autos so zu Tode gehetzt bzw überfahren. Ist in der Lausitz vor Jahren mit einem Jungwolf geschehen. Die Täter hat man nicht gefunden.

Der Jungwolf hier ist zielstrebig in seine anversierte Richtung gelaufen. Wölfe nehmen immer den kürzesten Weg, den sie finden können. Auch das sollte man wissen.

Bullerjahn hat schon die Wölfe, die in der Gegend in Brockhimbergen in das Dammwildgatter eindrangen, als Problemwölfe deklariert, weil in Sichtweite ein paar Häuser stehen. Dass die Wölfe von der Feldseite kamen und zwischen Reh und Dammwild keinen Unterschied machen, scheint ihm nicht geläufig. Der 2 m hohe Wildschutzzaun war unten so locker, dass die vermutlich 3 Wölfe ohne große Probleme mit ein bisschen Buddeln unter durch kamen.

Menschen wie Bullerjahn, die sich als "Wolfsexperten" verkaufen, sind die wahren Hetzer, die zu verantworten haben, dass die verunsicherte Bevölkerung auf den Zug aufspringt und den Wolf als gefährlich ansieht.

Bullerjahn hat aber keine Ahnung von normalen Wolfsverhalten. Er scheint immer noch nicht begriffen zu haben, dass jedes Jahr zur gleichen Zeit, die Jungwölfe mit 8/9 Monaten, wenn geschlechtsreif oder mit 20 Monaten in dem Zeitraum von Dez bis April von ihren Familien abwandern oder auch nur mal für 1-2 Tage die Gegend erkunden. Wölfe wachsen sehr behütet in ihrem Familienverband auf. Aber sie sind auch schon früh als Welpen viel allein, weil die Eltern jagen gehen. Wölfe sind mit 6- 9 Monaten nahezu ausgewachsen, was ihre Körperhöhe betrifft. Das ist das eine. Im Kopf sind sie aber erst mit 3,5 - 4 Jahren fertig. Bis dahin sind sie große Kinder. Kinder, die die Welt entdecken.

Wölfe sehen auch schlecht. Deshalb kann es sein, dass sie stehen bleiben und "glotzen", wie es auch hier der Jungwolf tut, nachdem er auf den schreienden Landwirten aufmerksam geworden ist.

Richtig gefreut habe ich mich, weil sich die Mitglieder der Sozialen Netzwerke wie z. B. Facebook, aber auch die direkt bei YouTube und dem NDR Kommentierenden sich nicht mehr verarschen lassen! Es sind locker über 80 % eher 90 %, die die Redakteure fragen, warum sie denn so gegen den Wolf hetzen, schließlich habe er sich nicht annähernd an die Frau oder den Trecker rangewagt. Mittlerweile wurde bei diesen link zum YouTube Video von az-online die Kommentarfunktion außer Kraft gesetzt, weil gut 2000 dislikes(!) dort waren aber nur 100 likes. Das ist eine mehr als klare Sprache und spiegelt auch den Inhalt der Kommentare wieder.

Wir leben in einer Demokratie und die Landbevölkerung muss aushalten, dass der Wolf in Deutschland einen Zuspruch von über 80 % hat! Wem das nicht passt, kann ja in die Stadt ziehen. Da hat er Ruhe vor Wölfen. Jeden Tag ziehen tausende um, weil sie mit der bestehenden Wohnsituation oder dem Umfeld nicht einverstanden sind.

Der Wolf ist der König der Deutschen Wälder. Er war nur 150 Jahre nicht da, weil er in Zeiten ausgerottet wurde, wo die Deutsche Bevölkerung geschunden war von vielen Kriegen und Bettelarm. Die einzige Kuh oder die 3 Schafe waren die Lebensgrundlage für viele. Da hatte es eine ganz andere Bedeutung. Und Tollwütige Wölfe waren damals an der Tagesordnung. Mehr als 40.000 Jahre haben die Menschen vorher mit Wölfen gelebt! Und genau das schaffen wir jetzt auch in Deutschland. Denn Deutschland ist das Wald- und Wild reichste Land in Europa mittlerweile. Soviel Wald und Wild wie jetzt  hatte Deutschland vorher noch nicht.

Denkt auch mal an unsere Kinder und Enkelkinder! Die Umwelt ist ohnehin stark belastet.

Freut euch auf den Wolf.

Mittwoch, 22. Februar 2017

Greifen Wölfe Stöberhunde bei Drück/Treibjagden an und töten diese auch?

Im Moment soll ein Forstamtsleiter aus Westenholz behaupten, dass hier im Revier (des Ostenholzer Moor Rudels) bei einer Drückjagd 4 von 5 Hunden von 2 Wölfen getötet worden sein sollen. Als Beleg wird ein Video von einem Jagdhund, der eine Go Pro Kamera am Halsband trägt und 2 Wölfe und einen dritten Hund zeigt, dienen. Der Revierleiter bestreitet, dass er so etwas erzählt habe. Der Jagdverband, aus dessen Reihen das stammt, bestreitet sogar, dass es den Revierleiter gebe, dabei steht er im örtlichen Telefonbuch auch als solcher und soll auch noch aktiv sein. Es scheint, der gute Mann hat Angst vor einem 'Shitstorm.

Ich empfehle allen Jägern mal den Artikel aus der aktuellen "UNSERE JAGD". Dort bestätigen 3 Jäger, die auf dem 'Truppenübungsplatz jagen, dass sie keinerlei Problem mit den Wölfen haben. Die würden sich dem Treiben immer sofort entziehen.







Aber ich nehme das als Aufhänger anhand dem Video, dass aus Schweden 2015 stammt, gleich mal aufzuzeigen, dass auch den dort gezeigten Hunden nicht wirklich etwas passiert ist. Geringfügige Verletzungen haben sie gehabt.

Wenn man sich das Video anschaut, sieht man, dass die Wölfe mit ziemlicher Sicherheit Jungwölfe sind und den Hund allenfalls testen, mobben kann man auch sagen. Wer mehrere Hunde hält, kennt derartiges gröberes Spiel unter den Tieren. Da macht immer mal einer den "Hasen".

Traurig, dass Hundeführer, das nicht erkennen. Es mag in Ausnahmefällen vorkommen, dass Hunde bei einer Drückjagd getötet werden. Das passiert aber auch durch Wildschein, Elch & Co und gehört wohl zu dem Risiko, dass ein Jäger seinen Hund aussetzt, dazu.

https://www.youtube.com/watch?v=6nSr-FEu8Lg&t=116s

Montag, 20. Februar 2017

Wölfe spielen praktisch keine Rolle bei Angriffen von Beutegreifer auf Menschen!

" Wann greifen Raubtiere Menschen an?

Seit 1955 hat es in Nordamerika, Europa und Russland fast 700 Berichte über Attacken von Raubtieren auf Menschen gegeben........ Die Mehrzahl der Zwischenfälle geht dabei auf Kojoten und Pumas in Nordamerika, Braunbären in Europa und Eisbären in der Arktis zurück.

Dagegen spielen Wölfe praktisch keine Rolle: In Europa notierten die Forscher keinen gesicherten Fall eines Wolfsangriffs auf Menschen, in Nordamerika fanden pro Jahr durchschnittlich weniger als eine Attacke statt."

http://www.spektrum.de/news/wann-greifen-raubtiere-menschen-an/1398223

http://www.nature.com/articles/srep20552

Sonntag, 19. Februar 2017

Auch in der Alpenschafwirtschaft kann man sich schützen

Dieser Schweizer Schäfer beschreibt schön, wie man auch in der Alpenschafwirtschaft seine Tiere schützen kann, ohne Wölfe zu töten:

http://gruppe-wolf.ch/dateien/HP_Interview-Schafhaltung.pdf

Ein vorhandenes Wolfsrudel schützt ein Gebiet und auch eine geschützte Schafherde

Frank Neumann hat vor 15 Jahren als erster Schäfer (in Sachsen) in wenigen Tagen über 30 Schafe verloren. Er schaffte sich Herdenschutzhunde an. Er zeigt, dass es geht. Mehr noch er bestätigt, dass ein vorhanden Wolfsrudel das Gebiet und die Herde schützt. https://youtu.be/k3Yc-kUMuoE