Montag, 9. April 2018

Klare Aussage von Trapper Fischer, aus den USA, der die Thüringer Hybriden fangen sollte

Schöne Aussage von dem Trapper Jacob Fischer aus Michigan, der die Hybriden in Thüringen fangen sollte. "Auch in den USA gibt es (natürlich) Hybridisierung. Man lebt mit dem Problem! Spezielle Maßnahmen werden nicht ergriffen." Noch Fragen?!
https://www.insuedthueringen.de/region/thueringen/thuefwthuedeu/Nach-Abschuss-von-drei-Wolf-Hund-Hybriden-geht-Jagd-weiter;art83467,6050561

Mittwoch, 4. April 2018

2 wilde Wolfshybriden sind keine Gefahr für die Zentraleuropäische Flachlandpopulation!

Endlich hat auch die Ministerin verstanden, dass es kein direktes "Tötungsgesetz (Entnahme)" für wilde Wolfshybriden gibt und diese genauso geschützt sind, wie die wilden Wölfe. Das ist ja schon mal ein Anfang, weil das Ministerium in seinen Rechtfertigungsversuchen (sollten Erklärungen für ihr Vorgehen sein) das bisher leider falsch dargestellt hatte.

Genau, nur aufgrund einer Ausnahmegenehmigung, die ihre Rechtsgrundlage in § 45 Abs. 7 Nr. 2 (oder 1) BundesNatSchG haben muss, darf überhaupt so ein Wolfshybride geschossen werden. Aber, die Frage ist doch, sind 6 oder nun nur noch 2 Wolfshybriden eine Gefahr für die Art Deutscher Wolf = Zentraleuropäische Flachlandpopulation (die ja auch die 600 - 1000 Wölfe in Westpolen beinhaltet, also 1.200 - 2.000 Wölfe aktuell)? Nein, natürlich nicht! Weltweit gibt es in jeder Wolfspopulation 4 - 13 % Wolfshybriden und das bedeutet, dass das wissenschaftlich normal ist. Italien ist da Ausreißer mit über 20 %, weil sie gut 1 Mio Straßenhunde haben. Eine Ausnahmegenehmigung darf deshalb von daher gar nicht erteilt werden.

Darum nochmal meine eindringliche Bitte, stoppen Sie den Wahnsinn, Frau Anja Siegesmund von den Grünen.


Freitag, 30. März 2018

Auch Fachleute haben verstanden, dass niemand wilde Wolfshybriden töten muss

Spannend, dass kurz hintereinander führende Wissenschaftler zu dem Ergebnis kommen, dass das Tötungsbegehren von wilden Wolfshybriden, besser Wolf-Hund-Mischlingen, von Politikern forciert und nur ein künstliches "Problem" ist.

Erst wurde am 08.03.2018 von den führenden Wolfs- und Wolfshybriden Genetikern dieser Welt, wie Robert. K. Wayne, Bridgett von Holdt, Ettore Randi u.a. ein Fachaufsatz veröffentlicht, wo in der Zusam menfassung zum Ergebnis kommt, dass man die wilden Hybriden besser nicht tötet:  

"Back-crossed individuals are typically integrated into wolf packs,
and disruption of pack structure due to culling may enhance hybridisation
(Moura et al., 2014). Therefore, even if admixed individuals could
be unambiguously identified, their removal may be ineffective and
could eventually generate more hybrids. The efficient management
of admixed populations should be focused, instead, on reducing the
factors which cause hybridisation, such as small population size, the
presence of free-ranging dogs and unregulated hunting (Moura et al.,
2014). Also, increasing the proportion of natural wolf habitats and
their natural prey may enhance retention of wolf genomic elements by
natural selection."

https://scienmag.com/new-genetic-research-shows-extent-of-cross-breeding-between-wild-wolves-and-domestic-dogs/

Der Fachaufsatz ist unten verlinkt und man kann ihn sich als PDF runterladen.

Und nun legen sogar die Fachleute der LCIE nach:

http://woelfeindeutschland.de/lcie-in-trient-hybridisierung-im-mittelpunkt//

Es gibt mittlerweile zahlreiche genetische Fachaufsätze, die belegen, dass die Hybridisierung zwischen Wolf und Hund zwischen 4 - 13 % in den Wolfspopulationen dieser Welt liegt. Trotzdem entwickelt sich die reine Wolfspopulation natürlich weiter. Hybriden selbst kreuzen sich in 7 Generationen zurück zum Wolf. So ist vor ca. 1000 Jahren in den USA der Grauwolf auch zum "Schwarzwolf" geworden - und in Italien gibt es auch mittlerweile reine schwarze europäische Wölfe. Kein Wunder hat Dr. Erik Zimen schon in den 1970ern die ersten schwarzen Hybriden gesehen, und man hatte seinerzeit entschieden, nichts dagegen zu machen.

Aktuell kann ich nur hoffen, dass die Grüne Thüringische Umweltministerin Anja Siegesmund noch die Notbremse zieht und die vermutlich verbliebenen 2 lebenden Hybriden am Leben lässt. Sie hat bisher gegen den aktuellen Stand der Wissenschaft gehandelt und da Hybriden genauso wie wilde Wölfe geschützt sind, hat sie und ihre Handlanger sich strafbar gemacht.

Auch hoffe ich sehr, dass endlich ein Umdenken bei den Deutschen Wolfsverantwortlichen stattfindet, und sie endlich verstehen, dass die in den Wolfsmanagement Plänen festgehaltenen Tötungen der Hybriden rausgenommen wird.

Dienstag, 27. März 2018

Sie haben es getan - 3 Wolfhundmischlinge in Thürigen wurden kaltblütig erschossen

In einer  Pressekonferenz hat die Grünen Umweltministerin Anja Siegesmund mitgeteilt, dass 3 Hybriden mit Schlingenfallen gefangen wurden und dann von Jägern erschossen wurden. Die Perversität kennt keine Grenze! Dabei hätte ein Tierarzt dabei sein müssen, der die Tiere hätte betäuben können, damit man sie in der Gehege in den Alternativen Bärenpark nach Worbis hätte bringen können. Mir fehlen die Worte.
https://www.mdr.de/thueringen/west-thueringen/gotha/wolfsmischlinge-tot-100.html

Und nun das auch noch. Was für ein hin und her. Nun haben sie es nach nicht mal einer Stunde wieder rausgenommen, dass ein Trapper sie angefüttert hat und dann mit Schlingfallen gefangen und dann Jäger sie erschossen haben.

Aber wir haben die Screenshots



Da ging aber jemanden ganz klar der Popo auf Grundeis. Ich habe keinen Zweifel, dass es so war. Der shitstorm läuft sowieso und wurde gerade zum Orkan.

Frau Ministerin Siegesmund, der Wolf Kurti hat schon ihrem ParteiKollegen Stefan Wenzel seine Regierungstätigkeit und den Umweltministerposten gekostet. Sie werden jetzt auch bei der nächsten Wahl keinen Blumentopf mehr gewinnen. Wer als Grüner derart vorgeht, gehört auch nicht in dieses Amt. Sie haben die Ideale der Natur verraten. 

Montag, 19. März 2018

Der Wolfskanal

Ich habe nun einen Wolfskanal bei YouTube und Facebook eingerichtet. Ich werde mit Videos aus dem Wolfsrevier berichten, wenn ich mit meinen Tiere dort unterwegs bin. Aber vor allem werde ich über die aktuelle Situation zu den deutschen Wölfen berichten und kommentieren und zwar mittels Video.

Schaut hier in das erste Video rein. Habt viel Spaß.

https://www.youtube.com/watch?v=fSy2z3nThM4&feature=youtu.be

Donnerstag, 15. März 2018

Wer heute Abend noch nichts vor hat ...

.... und sich ausgiebig über Wölfe informieren möchte, geht hier hin:

http://wolfsmonitor.de/?p=12862

Umweltminister Lies bekommt nun auch von den Wolfsberatern Gegenwind

Vielen Dank für die klaren Worte in seinem Offenen Brief an Herrn Giese aus Aurich. Es ist schön, dass sich endlich auch ein paar aus dem Wolfsumfeld trauen, klare Worte zu sagen. Es ist unglaublich, wie Lies den Wolf "schlecht redet". Er hat immer noch nicht die Wolfsbiologie verstanden.






Dienstag, 13. März 2018

Was reitete bloß das Lieschen? Er strotzt nur so vor Populismus

Dabei sind das alles schon längst geklärte Dinge. Wann macht Olaf Lies, seit ein paar Monaten als Umweltminister in Niedersachsen im Amt endlich seine Hausaufgaben? Das Bundesumweltministerium hat in (mindestens) 3 sehr guten Berichten das Thema Wolf aufgearbeitet. Wer das liest, der gibt garantiert nicht mehr solchen Unsinn von sich. Herr Lies lesen Sie bitte den Bericht für den Bundestag, der irgendwann im Oktober 2015 das Thema Wolf ausgiebig debattiert hatte. Dann den Bericht für die Umweltministerkonferenz im Frühjahr 2017. Und last but not least das Protokoll vom Umwelt (Landwirtschafts) Ausschuss des Niedersächsischen Landtages im August 2017.

Das Lieschen verbreitet nach seinem Besuch in Brüssel letzte Woche seine Niederlage als Erfolg. Tatsächlich hat doch nur 1 Tag vor seinem Besuch am 07.03.2018 sich die EU-Kommission ganz klar zum Wolf positioniert in einer großen Konferenz! Sinngemäß wurde gesagt: „Wie sollen wir afrikanischen Ländern nahelegen können, dass sie ihre Raubtiere, wie beispielsweise Löwen, zu schützen haben, wenn wir nicht einmal die eigenen karnivoren Wildtiere schützen wollen?“


Einmal mehr Fakenews entlarvt

Könnt ihr euch noch daran erinnern, dass am 30.01.2018 ein Wolf einen Jagdhund, eine Bracke, getötet hatte? Es gab erst sich widersprechende Aussagen. Lest die erste Pressemeldung, dann die Darstellung von dem Kontaktbüro, Wotschikowskys Richtigstellung und schlussendlich die Mitteilung von heute, die ganz klar bestätigt, dass der stellvertretende Forstliche Leiter des Biosphärenreservates so was von gelogen hat, dass es auf keine Kuhhaut geht! Er wollte seinen Arsch retten. Der Mann soll sich in Grund und Boden schämen. Wie armseelig muss man sein, um so etwas zu tun. http://www.jawina.de/wolfsangriff-auf-bracke-chronik-eines…/ und hier nochmal die ursprüngliche Nachricht nur 2 Tage danach https://www.jagderleben.de/news/jagdhund-wolf-getoetet . Hier Wotsch seine Bedenken http://woelfeindeutschland.de/viele-offene-fragen-um-geris…/ und im Anhang die Mittelungen vom Kontaktbüro. Einmal mehr ist eine Fakegeschichte aufgeflogen. Wie ich es hasse!




Sonntag, 11. März 2018

Gekommen um zu bleiben, der Wolf in Niedersachsen

Am Donnerstag den 15.03.2018 um 19 Uhr werden Wiebke Wendorff, Theo Grüntjens und Christian Berge im Schützenhaus Am Sportplatz in Brelingen, 30900 Wedemark über Wölfe, Wölfe und Pferde im Besonderen sprechen. Brelingen ist ein Reiterdorf und in den vergangenen Wochen sind mehrfach von unterschiedlichen Menschen 3 und 4 Wölfe gesehen worden.

Der Eintritt beträgt 4 Euro, Getränke kann man in der angeschlossenen Gastronomie erwerben.

Im Foto der einzige bisher in der Wedemark bekannte Wolf war in 2015 Punkt. Er war in Meitze und Bissendorf-Wietze. Leider wurde er am 15.04.2015 ausgerechnet auch noch in der Wedemark auf der A 7 zwischen Mellendorf und Berhof überfahren. Er stammte von dem legendären 2014er Wurf aus Munster ab, wo auch Kurti herkam. Punkti war ein Wanderwolf, der bis nach Holland lief und zurück nach Munster kam. Um dann nochmal nach Cuxland zu laufen, bevor er über das Steinhuder Meer in die Wedemark kam, um dort zu sterben. Er wurde nur 11 Monate alt.



Seit 40 Jahren keine Wolfsangriffe auf Menschen!

In der Ausgabe von DER SPIEGEL vom 03 03.2018, 10/2018 in einem Beitrag von Julia Koch:

„In Europa hat es in den letzten 40 Jahren keine tödlichen Wolfsangriffe auf Menschen gegeben“, sagt der Forscher, der 2002 für die in Fachkreisen „Linnell-Report“ genannte Studie Wolfsattacken der vergangenen 450 Jahre auf Menschen ausgewertet hat......., sagt Linnell: „Politiker und Wolfsgegner machen den Menschen Angst, um sie zu manipulieren“, so der Wissenschaftler. „Das ist zynisch und schmutzig, aber der Trick wird oft angewandt, einfach weil er so gut funktioniert.“

Niedersächsischer Umweltminister Olaf Lies versucht eine Niederlage noch als Erfolg zu verkaufen

Das Lieschen hat im Klartext in Brüssel nichts erreicht! Er hat die gleiche Ansage bekommen, wie der geschäftsführende Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt schon im Dezember 2017. Erst der günstige Erhaltungszustand muss da sein, bevor über die Lockerung des Schutzstatus für Wölfe nachgedacht werden kann. Wie sich das liest, "30 Erwachsene Wölfe ", dass der sich nicht in Grund und Boden schämt. Der Mann macht mich ärgerlich. Er ist ein Trottel! Deichschutz? Die Wölfe interessiert der Deich nicht! Wie kann man nur so ignorant sein?! 
Wir haben im 15., 16. und 17. Jahrhundert also Jahrhunderte lang Wölfe an den Deichen gehabt!





Lies ist ein Sprücheklopper! Ich bin im Moment nur froh, dass die Mitarbeiter des Umweltministeriums die Rechtslage verstanden haben und wie die Wolfswissenschaft funktioniert. Das Lieschen leider nicht!







Niedersächsische CDU-Landtagsfraktion verkommt zur Satire Partei!

Mein Kommentar auf der Seite der CDU-Fraktion:

"Ich wusste gar nicht, dass Deutschland - wiedermal - andere Länder besetzen möchte?! Denn ein Wolfsrudel lebt auf ca. 250 qkm. Wenn Deutschland 40.000 Wölfe bekommen sollte, wären das 1.400 Wolfsreviere bei 350.000 qkm, die Deutschland groß ist. Dann müsste aber Deutschland Flächendeckend besetzt sein. Gehen wir mal von optimistischen 10 Wölfen je Rudel aus (7-8 ist eher normal), dann käme ich auf 14.000 Wölfe. Nach Herrn Bäumers Rechnung müssten wir also noch Länder in einer Größenordnung von gut 650.000 qkm "annektieren" (14.000 Wölfe x 2,85 = 40.000 Wölfe). Herr Bäumer, was schlagen Sie denn vor? Wie damals, die Benelux Staaten? Polen? Österreich? Das würde immer noch nicht reichen! Ahhh, Frankreich noch, dann passt es. Was mich am meisten erschreckt ist, dass Landtagsabgeordnete wie Herr Bäumer auch in wirklich wichtigen Dingen entscheiden dürfen. Und frustriert mich! Meine Empfehlung Herr Bäumer legen Sie ihr Mandat nieder, richten Sie nicht noch mehr Schaden an!"

Da kann man nicht mal mehr den Kopf schütteln.... - es gibt in den klassischen Wolfsändern wie Russland, Kasastan, Canada gerade mal so viele Wölfe. In Rumänien, Bulgarien, Italien, Spanien, Balkan, also alles Länder mit 40 Jahren und mehr Wolfstradition und ähnlich großen Flächen leben 2.500 - 4.000 Wölfe - und dass schon seit Jahrzehnten. Wir haben in Deutschland die Europäische Flachlandpopulation. Das merkt man sehr deutlich, denn sie suchen sich die Moorigen Habitate aus. In unseren Mittelgebirgen gibt es so gut wie keine Wölfe. Aus dem "Sperrgürtel" Bayern und Baden-Württemberg schafft es kaum ein Wolf der Alpinen Population nach Norden in die Mittelgebirge. Die illegalen Abschüsse sind dort leider anscheinend an der Tagesordnung. Im Klartext, Deutschland wird zu keiner Zeit flächendeckend von Wölfen besiedelt sein. Wenn wir von der Hälfte ausgehen, dann kommen wir auf 7.000 Wölfe - theoretisch. Wenn wir die Einflüsse wie Verkehr und illegale Abschüsse dazu nehmen, werden wir uns ebenfalls bei 4 - vielleicht optimistisch geschätzt 5.000 Wölfe einpendeln in 10 - 12 Jahren. Wie eben die eingangs benannten europäischen Partner.

http://www.cdu-fraktion-niedersachsen.de/presse/baeumer-benoetigen-dringend-ein-effektives-wolfsmanagement-2030-werden-40-000-woelfe-in-deutschland-leben/

Freitag, 23. Februar 2018

Endlich mal wieder sachliche Statements aus dem Niedersächsischen Umweltministerium

Winsen Aller, gestern Abend (22.02.2018), gut 400 Besucher kamen zu der von dem Gemeinde Bürgermeister Dirk Oelmann organisierten und moderierten Veranstaltung zum Thema Wolf. Das Podium war interessant und ausgewogen besetzt: Die Herren Knorr und Palandt, federführend für den Wolf im Niedersächsischen Umweltministerium, der Polizeichef aus Bergen, der Ordnungsamtsleiter aus Winsen, der ehemalige und der aktuelle CDU Landtagsabgeordnete, ein betroffener Bürger und der Hegeringsvorsitzende der Jägerschaft sowie der Bundesförster und Wolfsberater Herr Tilk aus Meißendorf.
Knorr und Palandt machten von Anfang an deutlich, dass entgegen dem Eindruck, den die Medien durch Groko Vereinbarung in Land und Bund transportiert hatten, dass man sich um die Reduzierung des Wolfes bemühen wolle, dass dies nicht passieren wird. Sie haben ausdrücklich mehrfach auf die Rechtslage verwiesen und dass wir wieder lernen müssen, mit dem Wolf zu leben! Auch haben sie immer wieder betont, dass die Nutztierhalter sich um geeigneten Herdenschutz kümmern müssen und dazu ja auch Rat und Fördergelder bekämen.
Der Bundesförster Tilk spielte eine tolle Sequenz der Ostenholzer Moor Familie vor, wo er 9 Wölfe aufgenommen hatte. Er betonte nochmal, dass sowohl die Bergener als auch die Ostenholzer Wolfsfamilie heimlich sind und so gut wie gar nicht auftauchen. Schaut man in die amtliche Nutztierrisstabelle, dann gab es ganze 2 Übergriffe in 6 Jahren Wolf in diesem südlich/südöstlichen Teil des Heidekreises. Problemwolf sieht definitiv anders aus.
Soweit die Veranstaltung unter der Ankündigung des Bürgermeisters Oelmann stand, dass es sehr viele Sichtungen gegeben habe in den letzten Monaten, konnte Herr Knorr nur bestätigen, dass es lediglich eine knappe Handvoll sog. C 1 Beweise gebe, also ein Nachweis, dass der Wolf da war.
Fazit, es war eine sehr interessante Veranstaltung, die sehr sachlich von Seiten der Podiumsteilnehmer geführt wurde und die sich auch durch Provokationen aus dem Publikum nicht aus der Reserve locken ließen. Man merkt Herrn Knorr und Tilk an, dass sie wissen, worüber sie reden. Ich würde mich sehr freuen, wenn die Menschen, die sich unsicher fühlen, etwas mehr Vertrauen in die Jahrelange Erfahrung solcher Wolfskenner haben würden.
Danke an Bürgermeister Oelmann für die schöne Veranstaltung und danke an die Podiumsteilnehmer. Und schön, dass so viele Besucher da waren.
Niedersachsen ist Wolfsland und wir werden viele Dinge neu lernen müssen, aber wir schaffen das.

Montag, 12. Februar 2018

Die Hetze gegen unsere Wölfe muss aufhören! Aus gegebenen Anlass ein Offener Brief an den Nds Umweltminister Lies und den Landrat Ostermann vom Heidekreis pp

Hier mein offener Brief  (als eMail) an den Niedersächsischen Umweltminister Lies, den Landrat Ostermann des Heidekreises, den Samtgemeindebürgermeister Gehrs der Samtgemeinde Schwarmstedt, dem Wolfsbüro, dem Umweltministerium und ausgewählten Presseorganen. Es geht in erster Linie um Ozzy. Erklärungen zu ihm in den links zu dem Foto und Video Album auf Facebook. Die links müssten auch für nicht Facebook Mitglieder funktionieren.




"Sehr geehrter Herr Landrat Ostermann,
sehr geehrter Herr Samtgemeindebürgermeister Gehrs,
sehr geehrter Herr Minister Lies,
sehr geehrte Damen und Herren,

bitte nehmen Sie sich einen Moment Zeit meine eMail zu lesen und die links anzuschauen. Herzlichen Dank.

Mit entsetzen bin ich durch die Presseerklärung "meines" Samtgemeindebürgermeisters auf die öffentliche Mitteilung des Landrates Ostermann von der website des Heidekreises vom 01.02.2018 aufmerksam geworden. Anstatt sich sachlich mit der Thematik auseinander zu setzen, vor allem im Lichte der herrschenden Rechtslage, muss ich da reinste polemische Politik eines Behördenleiters lesen, die in keiner Weise dazu dient, die Bevölkerung an das Zusammenleben mit dem Wolf heran zu führen. Das wäre allerdings genau die Aufgabe eines Behördenleiters, sachlich, fachlich im Lichte der geltenden Rechtslage der Bevölkerung im Heidekreis zu erklären:

"Wir sind Wolfsland. Der Wolf ist gekommen, um zu bleiben. Er gehört zu einer streng geschützten Tierart, wir müssen wieder lernen, mit ihm zu leben."

Im Klartext bedeutet die öffentliche Verlautbarung, Abschuss der Wölfe, der unterschwellig mit "Maßnahmen gegen den Wolf" gefordert wird und mit wissenschaftlich sachlich und fachlich nicht begründeten aber behaupteten angeblich "auffälligen Verhalten, das jegliche scheu vermissen ließe" unterfüttert wird.

Ich habe mit einer größeren Gruppe von Wolfs- und Wolfhund affinen Menschen, die auch solche Tiere haben, genau wie ich, eine Bewertung der bisherigen Fotos und Videos vorgenommen, von dem Wolf, der seit Mitte November 2017 hier rumläuft. Und wir sind der einhelligen Meinung, dass es sich um ein und das selbe Tier handelt - Bannetze am 28.01.2018 nicht eingerechnet, da davon keine Fotos/Videos vorhanden sind.

Es ist ein Jungwolf, der 2017 im Ostenholzer Moor geboren wurde. Er unterscheidet sich optisch erkennbar von anderen Wölfen, weil er oberhalb der schwarzen Schwanzspitze weißes Fell hat. Das ist nicht wissenschaftlich nachgewiesen, aber es lässt sichso begründen und weißt eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit aus, denn nicht nur das Aussehen sondern auch das Verhalten des Jungwolfes ist nahezu identisch und führt immer wieder zu Ozzy.

Ich habe in Facebook ein Fotoalbum und Videoalbum angelegt, dass unsere Beobachtungen begründet und weiter auch erklärt, warum Ozzy, so haben wir ihn nach seinem Geburtsort genannt, so unterwegs ist, wie er ist. Er ist gerade 9 Monate(!) alt geworden und noch aus Wolfsbiologischer Sicht ein Welpen, ein Baby! - Anfang 2015 lieft der 2014 im Munsteraner Rudel geboren Punkti mit seinen 9 Monaten bis nach Holland und zurück und wurde dann am 15.04.2014 auf der A 7 überfahren. Das war ein ähnliches Tier.

Facebook hat mir angezeigt, dass man meine links auch lesen könne, falls man nicht in Facebook ist. Sollte das nicht der Fall sein, bitte ich Sie höflich um eine kurze Mitteilung, dann kopiere ich Ihnen die Texte in eine eMail nebst der Fotos.

Meine sehr verehrten Damen und Herren, helfen tut allein, wenn Sie immer wieder darauf aufmerksam machen, dass die Nutztierhalter ihre Tiere vernünftig sicher einzäunen. Wie ein Wolfs sicherer Zaun aussieht, ist sehr schön im Anhang der neue Brandenburgischen Wolfsverordnung beschriebenhttp://www.mlul.brandenburg.de/cms/media.php/lmb1.a.3310.de/BbgWolfV.pdf  . Über eins müssen Sie sich im Klaren sein, der Wolf ist da und er wird bleiben. Ignorieren Sie das bitte nicht, sondern helfen Sie Ihren Bewohnern des Heidekreises und der Samtgemeinde Schwarmstedt, indem Sie sachlich unter Berücksichtigung der Wolfswissenschaft aufklären.

Für die sehr verehrten Herren Landrat Ostermann und Gehrs füge ich hier 3 links zu einer Dokumentation, die zwar schon 20 Jahre alt aber sehenswert ist und das Verhalten und Leben von Wölfen so erklärt, wie es eben bei dem Beutegreifer und Kulturfolger wissenschaftlich belegt ist: https://www.youtube.com/watch?v=2DgUgS9DWqM&t=81s http://wordpress.derwegderwoelfe.de/?page_id=1305 https://www.planet-schule.de/sf/filme-online.php?reihe=90&film=2959 und weil wir viele Reiter in Niedersachsen haben auch noch dieses kurze Video https://www.youtube.com/watch?v=geixHE73Z5I .

Dr. Christoph Promberger ist der erste deutsche Wolfsforscher, der schon vor über 25 Jahren mit Feldforschung angefangen hat und nicht nur Kot und Spuren gesammelt hat, sondern auch Wölfe besendert hat.

Und hier noch ein link zu einer wissenschaftlichen Untersuchung aus 2016, das allein Herdenschutz hilft und nicht ein Abschuss  http://naturschutz.ch/news/studie-beweist-herdenschutz-ist-effektiver-als-wolfsabschuss/107875http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/fee.1312/full , denn es werden immer neue Wölfe nachrücken. Das verbietet aber auch § 45 Abs. 7 BundesNatSchG, wenn nicht eine endgültige "Lösung" möglich wäre. Ich empfehle gerade dem Landrat und dem Samtgemeindebürgermeister sich mit der aktuellen Kommentierung zu § 45 Abs. 7 BundesNatSchG auseinander zu setzen.

Politisch ist es sehr unglücklich, die Landbevölkerung in den Glauben zu versetzen, dass man Wölfe - ich nenn es mal - zurück drängen kann (sei es durch töten oder sonst wie). Der einzige gangbare Weg ist, einen flächendeckenden vernünftigen Herdenschutz zu installieren. Dass das geht, ist doch nun hinlänglich an allen Orten bewiesen! Aber auch hier nochmal für den Herren Landrat Ostermann und dem Samtgemeindebürgermeister Gehrs 3 kurze Videos zur gefälligen Kenntnisnahme:

https://www.youtube.com/watch?v=tehCSAjr6OY
https://www.youtube.com/watch?v=k3Yc-kUMuoE

und besonders interessant die Aussage von dem Medien bekannten Nebenerwerbsschäfer Tino Barth aus dem Goldenstedter Raum https://www.youtube.com/watch?v=XQIPpAb_TPA

Sehr geehrter Herr Landrat Ostermann, sehr geehrter Samtgemeindebürgermeister Gehrs, nach dem Bundesnaturschutzgesetz § 45 Abs. 7 S. 1 Nr. 1 darf nur ein Wolf entnommen werden, wenn bei einem Berufsschäfer durch das Töten der Schafe durch einen Wolf eine Existenzielle Notlage zu drohen scheint. Dabei muss man aber auch immer berücksichtigen, dass diese meist hochgradig EU, Bundes- und auch Landessubventionen erhalten und in nur sehr sehr seltenend Fällen, wenn überhaupt zu einer objektiven Notlage kommen kann und nicht nur zu einer gefühlten. Für Hobbyschäfer, die gegebenenfalls aufgeben, kommt die Entnahme eines Wolfes von vornherein nicht in betracht, denn sie erleiden keine existenzielle Notlage. Und es ist nicht schön, dass Sie das aber in Ihrer öffentlichen Erklärung erwähnen, Herr Ostermann. Es spielt aus rechtlicher Sicht keine Rolle.

Ein Wolfssicherer Zaun dürfte gerade für Hobbyschäfer, die ihre Schafe nicht ständig umstellen, mit einem 1,40 m hohen Stromzaun + Flatterband darüber problemlos möglich sein. Das Sicherste ist natürlich, der Einsatz von Herdenschutzhunden, die innerhalb des 1,05 m hohen Elektrozaunes sind.

Und hier nun die links zu meinen Fotoalben von Ozzy:

Fotos und Erklärungen https://www.facebook.com/media/set/?set=a.10204185572797165.1073741960.1762077065&type=1&l=409f349701

Video und Erklärungen https://www.facebook.com/Christian.Berge1/media_set?set=a.10204179819013324.1073741959.1762077065&type=3

Zusammengefasst, es besteht überhaupt keinen Grund den Eindruck zu erwecken, dass die Wölfe auffällig wären. Ein einziger Jungwolf von gerade 9 Monaten hat ein sehr großes Revier von ca 700 qkm, wobei er sich im Moment eher westliche von Schwarmstedt in Richtung Landkreis Nienburg, Region Hannover aufhält. Sein Verhalten ist aber auch nicht ungewöhnlich, sondern kann vorkommen.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Ich stehe jederzeit für Rat zur Verfügung oder auch zu Behörden internen Beratungsgesprächen zum Verhalten von Wölfen oder zur Vermittlung zu den Fachleuten.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Berge"

Montag, 5. Februar 2018

Wolf und Wolf - oder doch nicht?

Spannend, dass es mir immer mal wieder gelingt, Wolfhunde zu züchten, die richtigen Wölfen zum verwechseln ähnlich sehen. Ghandi Siouxtala, ist 23 Monate alt und ein Sohn von Suri Siouxtala x Iskut. Der zweite junge Mann ist ein Alaska Interior Wolf, der in Zentrum Alaskas von Andreas Kieling aufgenommen wurde.